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Ausbildung Landwirt/in

Informationen rund um Eure Ausbildungsmöglichkeiten als Landwirt/in

landwirt-werden.de informiert:
Voraussetzungen für die Ausbildung als Landwirt/in
Dazu gehören unter anderem:
Möglichst mindestens ein erfolgreicher Abschluss der Hauptschule. Höhere schulische Qualifikationen erleichtern die berufliche Aufstiegsfortbildung und sind Voraussetzung für ein Studium in der Landwirtschaft.
Interesse an Natur und Umwelt sowie am Umgang mit Tieren
Handwerklich-technisches Geschick und kaufmännisches Verständnis
Wichtige Bedingung für die Ausübung des Berufs als Landwirt ist zudem eine gute gesundheitliche Konstitution. Nachteilig sind Schädigungen der Wirbelsäule, starke Sehschwächen sowie Allergien (Staub, Tierhaare, Pollen etc.) Neben den genannten Merkmalen sind allgemeine Eigenschaften erforderlich, um den Beruf in der gewünschten Weise ausüben zu können. Dazu gehören z. B.: Zuverlässigkeit, Zielstrebigkeit, Leistungsbereitschaft, Flexibilität, Teamfähigkeit. Weiter ist es von großem Vorteil, wenn bereits zu Beginn der praktischen Ausbildung der Führerschein (Klasse L bzw. T) vorhanden ist. Ohne entsprechende Fahrerlaubnis können eine Reihe von Tätigkeiten im landwirtschaftlichen Betrieb gar nicht oder nicht im notwendigen Umfang durchgeführt werden.
Dauer und Ort der Ausbildung
Die Ausbildung zum Landwirt/zur Landwirtin wird in Niedersachsen ausschließlich auf staatlich anerkannten Ausbildungsbetrieben durchgeführt, für deren Betreuung die Landwirtschaftskammer zuständig ist.  Die Ausbildung zum Landwirt dauert grundsätzlich drei Jahre und beginnt mit einer Probezeit von drei Monaten.
Die Ausbildung beginnt mit der beruflichen Grundbildung (erstes Ausbildungsjahr). In Niedersachsen gibt es für die Grundbildung zwei unterschiedliche Möglichkeiten.
a) Einjährige Berufsfachschule (BFS Agrarwirtschaft)
Es handelt sich dabei um eine Vollzeitschule mit einem Praxistag je Woche auf einem Ausbildungsbetrieb. Mindestvoraussetzung für die Aufnahme ist ein erfolgreicher Hauptschulabschluss. Ein Ausbildungsvertrag ist nicht erforderlich. Im Rahmen der BFS findet eine abschließende Prüfung statt. Für Auszubildende, die dieses Schuljahr erfolgreich durchlaufen haben, kann dieses Jahr mit Einverständnis des Ausbildungsbetriebes auf die dreijährige Ausbildung angerechnet werden.
b) Duale Ausbildung
Hierzu muss ein Ausbildungsvertrag mit einem anerkannten Ausbildungsbetrieb abgeschlossen werden. Der Auszubildende besucht begleitend an 2 Tagen je Woche die Berufsschule.

Verkürzung der Ausbildung
Angehende Auszubildende, die die Fachhochschulreife oder die Hochschulreife besitzen, können die Ausbildungszeit auf zwei Jahre verkürzen. Die Verkürzung wird bei dem ersten Vertragsabschluss festgelegt. Sie wird anerkannt, wenn der Nachweis über die Fachhochschulreife oder Hochschulreife erbracht wird. Auch Auszubildende, die bereits einen Abschluss in einem anderen Beruf erworben haben, benötigen nur eine zweijährige Ausbildungszeit. Für die Eintragung dieser Ausbildungsverhältnisse ist der Nachweis über den erfolgreichen Abschluss in einem anderen Beruf vorzulegen (z. B. Gesellenbrief). Die Verkürzung der Ausbildungszeit ist im Ausbildungsvertrag durch gemeinsame Unterschrift von Auszubildendem und Ausbilder zu beantragen.
Berufliche Perspektiven
Der Beruf Landwirt bietet nicht nur landwirtschaftlichen Hofnachfolgern sondern auch interessierten jungen Leuten, die nicht aus der Landwirtschaft stammen, gute Möglichkeiten. In den größer werdenden Betrieben ist ein wachsender Bedarf an landwirtschaftlichen Fachkräften zu verzeichnen. Insbesondere in den spezialisierten Betrieben mit Rinder-, Schweine- oder Geflügelhaltung, teilweise aber auch in großen Ackerbaubetrieben wird qualifizierter Berufsnachwuchs für die Erledigung der anstehenden Aufgaben gesucht. Ausgebildete Landwirte haben außerdem gute Chancen für Dienstleistungsaufgaben im vor- und nach gelagerten Bereich (z. B. Landhandel, Futtermittelberatung, Viehverkauf). Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass nach der beruflichen Erstausbildung zum Landwirt auch die Bereitschaft zur ständigen Fort- und Weiterbildung gegeben ist. Nur auf diese Weise wird es in Zukunft möglich sein, dem wachsenden Wissens- und Technologiefortschritt nachzukommen.
Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen bietet zur Qualifizierung selbstständiger und angestellter Fachkräfte an mehreren Standorten Meistervorbereitungslehrgänge sowie einen umfassenden Weiterbildungskatalog an.
 

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